Drehortreise August 2016

Ich hatte diese Tour nicht geplant, sondern der Gedanke kam während der Convention auf, weil Mathias definitiv seinen 50. Geburtstag an den Drehorten feiern wollte. Robert hat einen Tag nach Mathias Geburtstag und wollte dies auch gerne. Eine erneute Reise stand für mich eigentlich nicht zur Diskussion. Da aber aufgrund der aktuellen politischen Lage unser jährlicher Türkeiurlaub mit der Clique ausfällt und keine Einigung über ein Ausweichziel erzielt werden konnte, hatte ich noch eine Woche Urlaub über. So entschloss ich mich spontan mitzufahren. Man gut, denn mittlerweile hatte ich die Felsenwohnung (Starfotos Marie) nach langer Suche ausfindig gemacht. Ein Abwarten, ob sie es tatsächlich ist, hätte ich bis nächstes Jahr nicht ausgehalten. Also gebucht und runter. Zwei Tage vorher hat sich dann auch Wolfram noch entschieden mitzukommen.

1. Tag, Samstag, 30. Juli 2016
Mein Flieger war pünklich um 13:30 Uhr in Split. Robert, der mit dem Fernbus anreiste, hatte durch einen Stau vor dem Karawankentunnel und einem technischen Defekt am Bus mit Buswechsel 4 Stunden Verspätung und kam somit statt zwei Stunden vor mir erst 2 Stunden nach mir in Trogir an. Auch Wolfram, der 1,5 Stunden nach mir aus Nürnberg kommend landen sollte, hatte eine Stunde Verspätung. Somit fiel der gemeinsame Besuch der Felsenwohnung ins Wasser. Ich machte mich alleine auf die Suche und fand die Wohnung tatsächlich auf Anhieb.
Danach holte ich dann beide vom Flughafen ab und wir fuhren direkt in unser Quartier in Starigrad (Hotel Rajna).

2. Tag, Sonntag, 31. Juli 2016
Am Sonntag sind wir nach Licko Lesce gefahren. Dort wurde der Bärenkampf in UG gedreht. Anhand der Filmszenen ergeben sich keine Anhaltspunkte auf die Örtlichkeit. Lediglich Michael Petzel nennt den Drehort in seinem Buch "Der Weg zum Silbersee" und spricht von einem Krater am Ortsrand. Im Internet konnte ich einen Krater 6 km von Licko Lesce entfernt ausfindig machen. Das war unser erstes Ziel. Dieser Krater liegt im Wald, ist schwer zugänglich und scheidet als Drehort eher aus. Er ist sehr tief und wir konnten keinen Zugang entdecken. Der Rand ist überall gleich hoch. Der Drehstab hätte alles die 20-30 Meter hinablassen müssen. Bei den Hunden und dem Bären schwer vorstellbar. Also zurück in den Ort und fragen. An das Filmteam und die Dreharbeiten konnte sich keiner erinnern, bzw. hatte keiner je etwas davon gehört oder gesehen. Aber wir erhielten unabhängig davon einen Hinweis auf einen Krater am Ortsrand. Ob dort tatsächlich gedreht wurde, kann ich auch nach der Besichtigung nicht sagen. Wie gesagt, das bisschen Gras und Geröll, was im Film sichtbar ist, lässt keine Rückschlüsse zu. Zumindest stimmt die Örtlichkeit mit den für den Film notwendigen Voraussetzungen überein. Der Krater ist von vorne zugänglich, nicht sehr groß und nach hinten von einer Felswand abgeschlossen. Man kommt mit den Tieren bequem hinein, die Tiere laufen aufgrund der Enge stets im Blickfeld der Kamera umher, und der Zugang ist leicht mit einigen Gittern abgesperrt.
Ob es noch einen weiteren Krater um Licko Lesce gibt konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Anschließend fuhren wir noch ins angrenzende Gackatal und besichtigten eine alte Mühle. Deren Foto hatte ich ebenfalls im Internet entdeckt und das Objekt als sehenswürdig eingestuft.
Auf der Rückfahrt sind wir etwas näher an den großen Fels bei Sveti Rock neben der Autobahn gefahren und haben dort einige schöne Fotos von der Landschaft gemacht. Anschließend ging es zum Prezid-Pass. Hier habe ich noch einige Dreharbeitenfotos an der Goldmine abgeglichen. Auf der hinteren Wiese haben wir die große Felswand ins Visier genommen. Hierin hockten die Banditen, als Winnetou und Co. seitlich an den Pferden hängend vorbeiritten. Es war ganz schön zugewachsen, der Blick auf die Wiese ist überhaupt nicht mehr möglich. Bis auf eine Einstellung haben wir die Szene erledigen können. Die zweite Kameraposition beim Schwenk des Ritts konnten wir trotz intensiver Suche nicht ausfindig machen. Komisch, denn offensichtlicher kann der Drehort nicht sein.

3. Tag, Montag 01. August 2016
In der Nacht zu Montag kam dann die Bora auf und es gewitterte. Dennoch sind wir zu Mathias Geburtstag auf den Tulove Grede gefahren. Nach gut zwei Stunden wurden wir dann in Sekunden wieder von einem Unwetter überrascht. Es hagelte sogar, und die auf den Kopf trommelnden Hagelkörner waren sehr unangenehm. Völlig durchnässt und mit Wasser in den Schuhen blieb uns nur die Rückfahrt ins Hotel. Am Nachmittag trafen wir uns dann alle zu Kaffee und Kuchen in Rovanjska im Quartier von Mathias und seiner Gruppe. Das Wetter klarte inzwischen auf und auch die Sonne kam wieder zum Vorschein.

4. Tag, Dienstag 02. August 2016
Am nächsten Tag war es wieder wolkenlos, die Sonne brannte vom Himmel und wir fuhren wieder alle auf den Tulove Grede. Auf der Gräberwiese holten wir die Feier nach, bzw. Robert konnte seinen Geburtstag aktuell dort oben begießen. Nachmittags ging dann jeder seinen Interessen nach. Einige zur Begrüßungsstelle, ich suchte die beiden fehlenden Einstellungen des Schlusskampfs. Dank des Hinweises eines K-M-Fans hatte ich den Fels, an dem der Bandit niedergeschlagen wird, schnell gefunden. Vor dem stand ich im Juni auch und habe es nicht erkannt. Lag wohl daran, dass ich eigentlich einen kleineren Felsen vermutete und entsprechend danach Ausschau hielt. Den Apatschen mit Bogen habe ich / haben wir wieder nicht gefunden. Trotz intensivster Suche auf der Geierwiese, dem Elefanten und am Nord- bzw. Südhang des TG. Auch hier vermute ich im Nachhinein, dass die Felsen im Hintergrund klein sind und damit nicht unbedingt in unser Suchschema passten.

5. Tag, Mittwoch 03.August 2016
Am Mittwoch machten wir uns dann auf den Weg Richtung Süden, zunächst zur Felsenwohnung. Leider ist auch hier der Hang, auf dem Marie steht, völlig zugewachsen. Man muss schon die Lücken suchen, um die Felsbehausung überhaupt ins Bild zu bekommen. Von dort ging es weiter nach Kresevo. Auch hier scheiterten wir erneut, den spitzen Fels von hinten über die Ebene zu erreichen. Der alte Weg ist nicht mehr erkennbar, eine Orientierung schwierig und selbst die Machete und die kleine elektrische Heckenschere reichten nicht, um durch das Gestrüpp zu kommen. Das war äußerst enttäuschend, aber so ist es nun mal. Es kann nicht alles klappen. Dafür hatten wir auf unserer nächsten Station Glück. Der Perucko jezero lag zwar nicht trocken, hatte aber einen so niedrigen Wasserstand, dass wir es wagten, die Furt zu der kleinen Insel mit dem Auto zu durchfahren. Leider ist auch dieser Hügel, von dem Old Surehand ins Trecklager schaut und Martin Baumann gehängt werden soll, völlig zugewachsen, so dass die Felsen nicht ausfindig gemacht werden können. Aber alleine das Erreichen des Drehorts war eines der Highlights der diesjährigen Tour.

6. Tag, Donnertag 04. August 2016
Am Donnerstag hatten wir mit der ganzen Truppe ein Boot in Obrovac gemietet. Für 4 Stunden ging es die Zrmanja herab und wieder zurück. Von dem Boot konnte man mittels Klappe und Leiter mühelos ins Wasser und wieder an Bord gelangen. Endlich hatte ich so die Gelegenheit, die Kamerapositionen am Ufer zu erreichen. Die Kamera konnte ich in einer wasserdichten Box transportieren. Das Wasser war angenehm kühl und bei Temperaturen um 38 Grad Celsius sehr angenehm. Nach der Tour sind wir nochmals nach Otisina jurice zum Grab Major Kingsley gefahren. Hier fehlte mir die Einstellung "Sam Hawkens und Lord Castlepool gefesselt in den Sträuchern". Da der Drehort teilweise abgebrannt ist, lagen die Felsen jetzt frei und waren leicht zu finden. Bei meinen bisherigen Besuchen waren sie von den Bodendeckern überwuchert und ich konnte sie dadurch nicht finden. Am Abend gingen Robert und ich nochmal durch die Paklenica Schlucht. Schade, wie hier von Menschenhand eingegriffen wurde um den Kletterern optimale Rahmenbedingungen zu bieten.

7. Tag, Freitag, 05. August 2016
An unserem letzten Tag lagen die Drehorte auf der Hochebene bei Obrovac auf dem Programm. Zuerst das rote Tal bei Jasenice, danach ein Besuch im neu eröffneten Winnetou-Cafe. Hier trafen wir auf ein Pärchen, das mit meiner Broschüre auf Drehortsuche war. Die nächste Station war das Pueblo Plateau. Hier waren schon 3 Autos geparkt. Auch hier trafen wir auf eine Familie, die meine Broschüre besaßen und mit denen ich auch schon Mailverkehr hatte. Es ist schön, wenn man sich an den Drehorten trifft und persönlich kennenlernt. Dann kam Marin mit 10 Jeeps auf der Runde seiner Velebit-Foto-Safari. Damit war es mit der Ruhe vorbei und wir zogen weiter zum Drehort Kaffeepott. Im unmittelbaren Bereich dieses Drehorts wurde unlängst ein neuer Strommast aufgestellt. Gott sei Dank ist der Drehort selbst unverletzt geblieben. Von dort ging es weiter nach Muskovici. An dem Wasserfall bei der Mühle und etwas weiter die Zrmanja hinunter entstanden Szenen aus Winnetous Weiber. Besonders der hintere Teil ist völlig abgelegen und lud zum Baden ein. Das war dann unsere letzte Station und es ging zurück ins Hotel, Koffer packen. Bei Dinko trafen wir uns dann nochmals in größerer Runde um Abschied zu feiern. Schade, die ereignisreiche Woche war wieder viel zu schnell verflogen.

 

 Die Felsenwohnung  Der Krater in Licko Lesce  Die Gacka-Mühle in Licko Lesce  Leider kein Drehort - Die Ebene hinter dem Velebit
 In der Banditenwand am Prezid Pass  In der Paklenicaschlucht - Jeder Klettersteig hat seinen Namen  Das Geburtstagskind Mathias  Geburtsagsfeier Mathias
 Geburtsagsfeier Mathias  Geburtsagsfeier Mathias - Anschnitt der Torte  Geburtstagssekt am Tulove Grede  Geburtstagskinder am Tulove Grede
 Am Tulove Grede  Am Tulove Grede  Am Tulove Grede  Wasserspiegelung am Perucko jezero
 Auf der Zrmanja  Die Reisegruppe vor dem Boot  Drehort "rotes Tal" voller Müll  Am neu eröffneten Winnetou-Cafe in Jasenice
 Massenandrang am Pueblo Plateau  Treffen auf dem Pueblo Plateau mit Sepp E.  In Muscovici - Drehort "Winnetous Weiber"  Roberts Kuscheltier
 Unsere Unterkunft - Hotel Rajna in Starigrad  Sonnenuntergang in Rovanjska    
       

 

 

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