Ostertrip nach Postojna

Bereits nach unserem ersten Besuch in der Otoska jama war klar, dass wir diese Höhle nochmals genauer unter die Lupe nehmen wollten. Schließlich liegen hier noch wesentlich mehr Drehorte verborgen, als wir bisher gefunden hatten. Bei den Planungen der einzelnen Teilnehmer für das Jahr 2012 einigten wir uns schließlich auf das verlängerte Osterwochenende. Trotz An- und Abreise mit dem Auto standen durch die beiden Feiertage vor Ort 2,5 Tage zur Verfügung. Bereits im Februar konnte Herbert die erfreuliche Nachricht verkünden, dass wir wieder die Genehmigung erhalten hatten, zwei volle Tage, jeweils von 08:00 bis 16:00 Uhr, in der Höhle zu verbleiben. Jetzt galt es, die Ausrüstung besser zu organisieren als beim ersten Besuch. Für den Transport der Autobatterien brauchten wir stabile Sackkarren mit Gummireifen. Die Sackkarren sollten auch gleichzeitig als Ständer für die Scheinwerfer und als Halterung für eine Tasche mit den Ausrüstungsgegenständen dienen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass das genau die richtige Entscheidung war. Auch genügend Autobatterien mussten zur Verfügung stehen. Letztendlich hatte ich mir vier und  Wolfram zwei zusammengeliehen. Dazu standen jeweils eine von Herbert und eine von Thorsten zur Verfügung. Mehr als genug. Wie sich herausstellte, reichte jeweils eine je Karre für die gesamte Zeit aus, und die waren noch nicht einmal ganz aufgebraucht.

Bereits am Donnerstagvormittag brach ich von Braunschweig nach Obernburg auf, um Wolfram abzuholen. Nachdem wir sein Equipment im Auto verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg nach München. Dort trafen wir am Nachmittag ein und wurden schon von Robert erwartet. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, setzten wir uns zum Essen und Klönen in einem typisch bayerischem Wirtshaus zusammen. Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr holten wir Robert ab und machten uns auf den Weg nach Postojna. Da überraschend wenig Verkehr war, kamen wir ohne Stau und Verzögerung durch und trafen kurz vor 13:00 in der vorgebuchten Pension ein. Herbert, Christa und Benjie waren kurz zuvor eingetroffen. Jetzt fehlte nur noch Thorsten, der aus privaten Gründen erst am Samstag zu uns stoßen konnte.

Am Nachmittag stand als erstes der Besuch der Burg Predjamski grad auf dem Programm. Hier wurden damals ausnahmslos Starfotos mit Winnetou und Ribanna geschossen. Robert hatte jedoch mehr im Gepäck. Er suchte hier die Drehorte aus der Serie Rinaldo Rinaldini und dem Film "Der rechte Arm der Götter" mit Jackie Chan. Danach bestand noch genügend Zeit für einen Besuch des Bärenkampfplatzes. Die Szene, in der Winnetou auf Ribannas Pferd trifft, ist etwas unterhalb des Kampfplatzes entstanden. Diesen Drehort hatte bisher noch keiner von uns aufgesucht. Schnell stellten wir fest, dass dort alles ziemlich zugewachsen ist und die Wiese in der Form von damals wohl nicht mehr existiert. Wir fanden schließlich noch eine freie Stelle, von der wir unsere Fotos schießen konnten. Ob es allerding exakt die Stelle von damals war, blieb zumindest etwas zweifelhaft. Nach dem Besuch des Bärenkampfplatzes begaben wir uns wieder in das Ausflugslokal, in dem wir auch im Oktober gut und günstig gegessen hatten. Auch diesmal wurden wir von der Küche nicht enttäuscht. Den Abend verbrachten wir im Speiseraum unserer Pension und ließen uns nicht lange bitten, auch den selbstgebrannten Slivovic unseres Gastgebers zu probieren.

Am Samstag war bereits um 7:00 Uhr Frückstück angesagt, denn um 08:00 Uhr waren wir vor der Höhle mit dem Führer verabredet. Auch Thorsten, der die Nacht durchgefahren war, erwartete uns bereits dort.

Für die Suche der Drehorte hatten wir uns diesmal besser vorbereitet. Nach genauer Betrachtung der Filmbilder konnte ich definitiv 13 Drehorte unterscheiden. Nur etwas mehr als 10 Szenen konnte ich nicht zuordnen. Jeder der 13 Drehorte hatte ein entscheidendes Merkmal, dass wir uns einprägten und nach dem wir suchten. Danach sortierten wir alle unsere Fotos in die gleiche Reihenfolge. Robert und ich setzten diesmal eine neue Technik ein. Wir waren beide mit einem Tablett-PC ausgerüstet. Eine hervorragende Wahl, weil in der Dunkelheit die Bilder darauf ohne Probleme besser zu erkennen waren, als auf Papier mit einer Lampe angeleuchet. Bereits beim Betreten der Höhle stellten wir fest, dass die Multifunktionskarren ihren Zweck hervorragend erfüllten. Wir hatten die Hände frei und brauchten nur jeweils ein Teil zu ziehen. Waren sie am Drehort in Position gebracht, stand genügend Licht zur Verfügung, um Fotos zu machen. Auch die Drehorte ließen sich anhand der guten Vorbereitung finden. Am Ende des ersten Tages hatten wir bereits neun Drehorte gefunden.

Gegen 16:00 Uhr verließen wir die Höhle. Die Ausrüstung konnte in der Höhle verbleiben. Nach einer heißen Dusche in der Pension fuhren wir wieder in das Lokal am Bärenkampfplatz zum Abendessen.
Zurück in der Pension sichteten wir unsere Fotos und zogen ein erstes Resumee. Alles war äußerst positiv verlaufen. Zufrieden verabschiedeten wir uns gegen 22:00 Uhr. Am nächsten Morgen begaben wir uns wieder pünktlich zur Höhle und auf die Suche der letzten Drehorte. Bereits gegen Mittag hatte sich die Sache erledigt. Wir waren durch und hatten der Höhle sämtliche Geheimnisse entrissen. Selbst die einzelnen Szenen, die wir vorher keinem Drehort zuordnen konnten, hatten wir gefunden. Manche an Stellen, wo wir wirklich nichts vermutet hatten oder wo man glauben musste, dass dort keiner hingekrochen ist um Filmaufnahmen zu machen. Und ganz nebenbei hatten wir auch noch eine ganze Anzahl Drehorte des Reinl-Films "Die Nibelungen - 1.Teil Siegfried" mit aufgespürt.
Nach dem Mittagsimbiss, den unserer Führer wieder hervorragend vorbereitet hatte, blieb noch genügend Zeit, die Höhle zu kartographieren und einen Drehortplan anzulegen. Ich muß sagen, es ist unheimlich schwierig, sich in der Dunkelheit insgesamt zu orientieren.

Als wir gegen 15:00 Uhr unser Abenteuer beendeten, erlebten wir eine Überraschung. Es hatte angefangen zu schneien und die Berge um Postojna lagen bereits unter einen weißen Decke. Wir verabschiedeten uns von Herbert, Christa und Benjie, die nach Starigrad weiterfuhren. Eigentlich hatten wir geplant, noch eine Nacht in Postojna zu bleiben und am Ostermontag nach Hause zu fahren. Ob der Wetterlage und des am Ostermontag zu erwartenden Rückreiseverkehrs entschlossen wir uns spontan, schon jetzt am Nachmittag loszufahren. Auf der Tauernautobahn lagen 10 cm Neuschnee und Räumfahrzeuge waren unterwegs. Der Schnee begleitete uns bis München, wo wir gegen 20:20 Uhr eintrafen. Jetzt noch ein Hotel zu suchen und zu übernachten machte eigentlich keinen Sinn, und so entschloss ich mich, durchzufahren. Die Autobahn war frei und so war ich gegen 01:30 Uhr bereits wieder zu Hause.

Der Ostertrip hat uns allen riesigen Spaß gemacht und war ein voller Erfolg. Niemals hätten wir gedacht, alle Einstellungen zu finden. Und Untertage Drehorte zu suchen ist schon etwas besonderes.

Fotos der Drehorte werde ich nach und nach auf meiner Webseite einstellen.

Die Reisegruppe vor der Burg Predjamski grad
In der Burg Predjamski grad
Zusammenbau des Equipments
Gruppenfoto vor der Otoska jama
Das Abenteuer Otoska jama beginnt
Otoska jama
Otoska jama Gruppenfoto in der Otoska jama
Otoska jama
Sind wir hier auch richtig? Was hat Robert entdeckt? Einen steinernen Wächter?
Am Castlepool-Motiv
Otoska jama
In der Otoska jama
Die richtige Einstellung am Luke-Felsen wird gesucht Versteinertes Urtier oder Wunder der Natur?
Auf Spurensuche in der Otoska jama Otoska jama Otoska jama - Wer schaut da aus dem Loch? Otoska jama
Hmm, lecker Grillwürstchen Benjie - immer dabei und gut in Pose Höhlenforscher Robert in der Otoska jama Christa und Herbert als Postkartenmotive
Thorsten testet das Echo Mitbringsel aus der Otoska jama Pension Gril in Rakitnik Höhlenplan der Otoska jama

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den Drehortfotos "Bärenkampfplatz" und "Winnetou trifft auf Ribannas Pferd" gehts hier ...

{gotop}

Copyright © 2017 Die Drehorte der Winnetoufilme. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
JSN Epic template designed by JoomlaShine.com