Drehortreise zum Jubiläumsfest vom 02.06. - 05.06.2012

Mit einer Stunde Verspätung ging es am Samstag, dem 02.06.2012 um 12:20 Uhr endlich wieder in das gelobte Land. Nach einem eineinhaldstündigen Flug warteten Robert und die beiden Thorsten schon am Flughafen auf mich. Die drei hatten schon eine einwöchige Tour durch das Winnetouland hinter sich. Bevor wir unser Quartier in Knin bezogen, stand noch ein Drehort auf dem Programm, die Wiesen der Manojlovacki Schleife. Nachdem ich mich vor zwei Jahren relativ mühsam durch das Gestrüpp zur Wiese vorkämpfen musste, stellte das dieses Jahr kein Problem dar. Der Zuweg war relativ gut freigeschnitten. Eine Möglichkeit, über die Krka auf die rechte Wiese zu gelangen fanden wir vor Ort nicht. Aber an der Felswand im Hintergrund glaubten wir eine Möglichkeit zu erkennen, an dieser hinabzusteigen. Nachdem wir die Drehorte des Überfalls der Santer-Banditen auf Schwarzer Adler erledigt hatten, begaben wir uns auf den Aussichtspunkt oberhalb des linken Tals. Hier stand die Kamera im Film "Old Shatterhand" für den Blick ins Tal und die Reitszenen mit Winnetou zum Treffen mit Tujunga. Die Stelle des Ritts an der Abrisskante ließ sich schnell finden, ebenso die Stelle des Standfotos von Winnetou. Nach einigem Suchen entdeckten wir auch die Stelle, an der Winnetou an den Rand der Schlucht direkt auf die Kamera zureitet. Dabei handelt es sich nicht um die Abrisskante, sondern die Szene entstand direkt auf diesem Plateau. Die Kamera stand oder lag auf der Erde und die Felsformation ist ein kleiner treppenartiger Felsabsatz. Zum Abschluss haben wir noch die Möglichkeit untersucht, auf die rechte Wiese zu gelangen. Tatsächlich führt vom oberen Rand der Schlucht an dem kleinen Parkplatz oberhalb der Wiese ein Trampelpfad steil nach unten zu der im Film erkennbaren großen Rampe. Von dieser gelangt man ohne große Mühe auf die Wiese, auf der die Jagdszenen entstanden.

Für den Sonntag stand die Mondlandschaft auf dem Programm. Hatten wir im letzten Jahr lediglich den Drehort "Silers Ende" gefunden wollten wir dieses Jahr die restlichen Firehanddrehorte suchen. Von einem Wiener Karl-May-Fan hatte wir die Info, dass sich diese alle in diesem Areal befinden. Und richtig, die Drehorte liegen nur wenige Meter voneinander entfernt. Letztes Jahr im August hatten wir die Suche wegen der großen Hitze abgebrochen, da wir nicht wussten, dass sie unmittelbar beieinander liegen. So war es diesmal kein Problem sämtliche Drehorte (Tod Tom, Hazienda, Verfolgung Silers und Tod Quilveras) zu finden. Zum Teil waren die Felsen stark zugewachsen, aber dafür hatte ich extra eine große Astschere statt der Rosenschere mit im Gepäck. Damit ließen sich die Felsen relativ gut und komplett freilegen. Da wir auch Hinweise zu den Szenen aus Apanatschi, die allerdings nicht im Film vorkommen, und zum Treffen mit Iltschi aus "Winnetou III", sowie der Wagenburg aus "Unter Geiern" hatten, ließen sich auch diese Drehorte schnell finden. So hatten wir die Mondlandschaft bis Mittag abgearbeitet und konnten am Nachmittag nochmals die Drehorte auf der großen Ebene und den Forner-Felsen aufsuchen.

Am Montag war der Krka-Nationalpark unser Ziel. Zunächst wollte ich auf der zweiten Rampe die Drehorte des Überfalls auf Old Shatterhand (TdT) aufsuchen. Robert war der Meinung, diese Drehorte seien nur durch das Hinaufklettern von der ersten Rampe erreichbar. Diese Unterfangen ist eine lebensgefährliche Angelegenheit, da alles sehr eng, steil und nicht gesichert ist. Da aber im Film mindestens ein Pferd dort oben ist muß es einen einfachen, anderen Zugang geben. Und dieser fand sich schließlich einige Meter weiter Richtung Schleierfälle über einen völlig bewachsenen Abhang. Über diesen erreicht man zuerst eine kleine Lichtung, auf der die Reitszene mit Old Shatterhand mit den Schleierfällen im Hintergrund entstanden ist und schließlich die obere Rampe mit dem spitzen weißen Felsen, hinter dem sich die Banditen verstecken. Auch dieser ist fast komplett zugewachsen. Leider hatte ich meine Astschere im Auto gelassen, da ich von einer Klettertour ausgegangen war. So konnten wir ihn leider nicht freilegen. Nachdem wir die Drehorte an den Schleierfällen abgegangen waren, machten wir uns auf die Suche nach der Stelle, an der ein Aushangfoto und einige Filmfotos entstanden, die allesamt nicht im Film enthalten sind. Dieser Drehort musste am linken Ufer des Sees liegen. Wir fanden ihn ohne große Mühe hinter der zu einem Restaurationsbetrieb umgestalteten alten Mühle.
Als nächstes stand nochmals ein kleiner Abstecher nach Rupe, bzw. genauer Dubravice auf dem Programm. Aber auch diesmal konnten wir ebenso wenig einen Zugang zum hinteren rechten Tal entdecken, in dem die Schoschonen mit dem entführten Baumann davonreiten, wie zum rechten Teil, in dem der Anritt ins Schlangental entstand. Es ist alles zugewuchert. Außerdem erzählten uns deutsche Anwohner, die wir nach einem Zugang fragten, dass in dem Tal 60 Minen gefunden wurden und ob das alle seien, sehr unklar sei. Daraufhin haben wir unsere Aktivität an diesem Drehort eingestellt. Da wir noch genügend Zeit und ohnehin Eintritt bezahlt hatten, entschlossen wir uns, den Hauptfällen nochmals einen Besuch abzustatten. Und das war ein Volltreffer. Die Parkbetreiber hatten das Wasser abgestaut, so dass kaum Wasser über die Fälle floss. Zum ersten Mal erlebten wir alle die Fälle in dieser Form so wie teilweise im Film. Sämtliche Terrassen waren frei sichtbar. Da es bereits nach 17:00 Uhr war, war der Park schon fast menschenleer. Wir ließen uns natürlich nicht zweimal bitten. Ranger waren nicht in Sicht, so dass wir mutig auch mal hinter die Absperrungen kletterten, insbesondere an der Stelle der ehemaligen Missionsstation (OSha). Hier entstanden jetzt Drehortfotos, an die man sonst nicht herankommt. Mit dem letzten Bus verließen wir nach einem ereignisreichen Tag den Park.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Knin. Die Convention in Starigrad-Paklenica stand an und daher siedelten wir um ins Hotel Alan. In einem voll bepackten Auto fuhren wir bei einem leichten Regenschauer Richtung Küste und den blauen Flecken am Horizont entgegen. Als wir dort ankamen war der Himmel wieder strahlend blau, allerdings erwartete uns am Mali Alan eine starke Bora, sowie dunkle Wolken über dem Bergmassiv. Deshalb suchten wir nur kurz den Drehort "Die Bärenjäger finden das gerissene Lamm" auf und entschlossen uns, zum Prezid-Pass zu fahren. Dort schien die Sonne und es war fast windstill. Mehrere Stunden arbeiteten wir die Drehorte um die Goldader und der anderen Szenen ab. Gegen 16:00 Uhr brachen wir dann wieder auf zum Hotel Alan um rechtzeitig zur Eröffnung der Convention vor Ort zu sein.

 

 

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