Reisebericht 2009


Samstag, 15.08.2009

Endlich war es soweit, der Kalender zeigte den 15.08.2009. Nach langer, intensiver Vorbereitung ging es endlich los. Um 11:50 Uhr hob der Flieger in Hannover mit Ziel Kroatien ab. Pünktlich um 13:10 Uhr landeten wir in Rijeka, nahmen unser Gepäck und den Leihwagen in Empfang und checkten eine knappe Stunde später bereits in der Pension in Cavle ein. Nach kurzem Frischmachen ging es auch gleich los. Nach wenigen Minuten waren wir am ersten Drehort: Soboli, zwei Felsen direkt an der neuen Autobahn. Die Vegetation hat hier stark zugenommen, das Panorama mit Blick auf die Berge wie im Film ist leider nicht mehr gegeben. Der Felsen, an dem Santer mit Tangua stand und auf die Büffel schoss, ließ sich gar nicht mehr erreichen. Das Gestrüpp einfach zu dicht, zudem auch stachelig. Trotzdem hatten wir ein gutes Gefühl, die Anfahrtsbeschreibung und die mittels Google-Maps ermittelte Position stimmten. Befürchtungen, wir könnten auf der Reise viel Zeit mit Suchen verbringen, wurden gedämpft. Um es vorweg zu nehmen, wir haben (fast) alles problemlos gefunden, nur in wenigen Fällen stimmte die vorhandene Anfahrtsbeschreibung nicht oder war ungenau. Zum langen Verweilen lud dieser Drehort allerdings nicht ein, so fuhren wir ziemlich bald weiter nach Grobnik polje. Unterwegs klingelte das Handy, Eintracht hatte 2:0 gewonnen und war Spitzenreiter. Das hob die Stimmung immens, der Tag war gerettet, egal was jetzt noch passieren sollte. Trotzdem waren wir ziemlich enttäuscht, als wir zum ersten Mal in Natura sahen, was aus dem Drehort in Grobnik geworden ist. Hunderte Motorräder fuhren wie die Ameisen hin und her. Irgendein Motorradtreffen fand statt. Der Lärm war fast unerträglich, sollte aber direkt an der Rennstrecke noch schlimmer werden. Ein Kieswerk, ausgehobene Abräumhalden, Aufschüttungen, abgetragene Hügel…ein Jammer. In Anbetracht der Berge im Hintergrund wurde uns klar, wie schön auch dieser Drehort vor 40 Jahren gewesen sein muss. Im Nebental hinderten uns die Soldaten daran, den Ort „Butlers Farm“ näher unter die Lupe zu nehmen, zumindest einige Fotos durften wir aber machen. Der Standort von Baumanns Ranch ließ sich überhaupt nicht mehr ausmachen, unter den Abräumhalden oder der Müllkippe, wo war er? Für den ersten Tag reichte es uns und gegen 19:00 Uhr waren wir wieder in unserer Pension. Abends mischten wir uns unters Volk und mussten schnell feststellen, dass die Kroaten sehr gastfreundlich sind. Trotz teilweise erheblicher Verständigungsprobleme blieben wir nicht isoliert. Im Laufe der Tour mussten wir manchen Abend abbrechen, um am nächsten Morgen einigermaßen ausgeschlafen und ohne Brummschädel aus dem Bett zu kommen.

 

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