FAQ - Häufig gestellte Fragen

Immer wieder erreichen mich Anfragen zu den Drehorten und den Gegebenheiten bzw. Möglichkeiten vor Ort. Da sich viele Fragen wiederholen, habe ich hier die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zusammengestellt:

 



Ich habe gehört, dass es Pläne gibt, das Pueblo Plateau zu bebauen. Stimmt das?
Ja und nein. Leider gibt es bereits sehr konkrete Pläne einen großen Freizeitpark, das "Winnetouland", zu errichten. Allerdings wohl nicht direkt auf dem Pueblo-Plateau, sondern etwas weiter Richtung Kreuzung zum Tulove Grede. Das ganze soll mit deutschen Investoren erfolgen, die mehr als 10 Mio. Euro investieren wollen. Nach meinem Kenntnisstand sind die Beschlüsse gefasst und es laufen zur Zeit die Genehmigungsverfahren. Aktuelle Informationen, allerdings nur auf Kroatisch, findet man hier...



Sind die Minen am Tulove Grede geräumt oder laufen dort noch Räumungsarbeiten und welche Gebiete kann ich bedenkenlos betreten?

Lt. einer Mitteilung vom 15.04.2009 ist die Minenräumung am Tulove Grede abgeschlossen. Bei meinen Touren 2009 und 2010 habe ich direkt am Tulove Grede und auch selbst im Gipfelbereich keine abgesperrten Gebiete mehr gesehen. Offiziell freigegeben sind die Gebiete von der Regierung aber nicht, denn keiner kann die 100%-ige Garantie geben, dass alle Minen gefunden und beseitigt wurden. Ein gewisses Risiko besteht also weiterhin. Jetzt tauchen seit 2011 immer wieder Minenwarnschilder an verschiedenen Stellen auf. Wer diese aufstellt und dann auch wieder entfernt ist mir nicht bekannt.

Weitere Information finden Sie hier ...



Gibt es organisierte Touren / Ausflüge zum Tulove Grede?
Es gibt eine Velebit-Foto-Safari. Diese führt auch am Tulove Grede vorbei. Dort wird aber m.W. nur ein kurzer Fotostopp an der Windschutzmauer eingelegt. Zeit, um dort über die Wiesen oder zum Krater zu gehen, bleibt nicht. Der Stopp ist sicherlich auch deshalb so kurz, weil wegen des gewissen Restrisikos einer Minengefährdung niemand die Verantwortung für eine Wagenladung Touristen übernimmt.
Im Rahmen der Winnetou-Conventions wird in der Gruppe der Tulove besucht. Hier bietet sich die Möglichkeit für Neulinge zu einer Art „Führung“ zu kommen, da genug erfahrene Drehortkenner vor Ort sind.



Kann ich mit einem normalen PKW zum Tulove Grede hochfahren?
Ja, die Straße ist zwar ab der Tunnelbaustelle nicht geteert und weist diverse Schlaglöcher und herumliegende Steine auf, ist aber problemlos zu befahren. Sie ist auch breit genug, sodass Gegenverkehr ebenfalls kein Problem darstellt.



Brauche ich am Tulove einen Führer und was kostet das?
Die einzelnen Drehorte auf den verschiedenen Wiesen sind anhand der markanten Felsen leicht zu finden. Zum Gipfel oberhalb des Kraters und zur „Grünen Wiese“ führen markierte Wanderwege. Das gesamte Gebiet ist leicht überschaubar, verlaufen kann man sich dort nicht, sodass dies alles ohne Führer zu bewerkstelligen ist. Lediglich der Weg in den Felsen hoch zur Sterbestelle ist ohne Kenntnis wohl nicht zu finden. Mein Führer ist inzwischen nach Zagreb verzogen, so dass ich leider keinen mehr vermitteln kann.



Kann man in den Krater hinabsteigen?
Ja. Eine Einstiegsmöglichkeit befindet sich im unteren Bereich links des Felsbogens. Achtung, auf dem losen Geröll kann man sehr leicht ins Rutschen geraten.



Gibt es Ausflugsfahrten auf der Zrmanja?
Von Starigrad-Paklenica und Obrovac fahren Ausflugsschiffe ins Novigrader Meer und in die Zrmanja, wobei es sich dabei aber eher nicht um Drehortbesichtigungsfahrten handelt. Besser ist es, sich in Obrovac nach einem Privatboot zu erkundigen.



Kostet Roski extra Eintritt oder kann ich mit einer Karte aus dem Krka NP bei Skradin dort auch die Drehorte besichtigen?
Die Eintrittskarte gilt für den gesamten Nationalpark. Auch wenn man mit dem Auto zwischen den beiden Standorten pendelt, kommt man mit der Karte am anderen Eingang wieder hinein. Das Pendelboot zwischen Skradin und Roski ist allerdings kostenpflichtig und fährt erst ab einer Fahrgastzahl von 10 Personen. Der Parkplatz in Lozovac ist kostenfrei, ebenso der hier eingesetzte Pendelbus. Die Parkplätze in Skradin sind kostenpflichtig, das Zubringerschiff kostenfrei.



Hält das Pendelschiff zwischen Roski und den Hauptfällen an Skradinski bug?
An der Felsnase ist zwar ein Bootsanlegesteg, m.W. hält das Pendelboot dort aber nicht, um den Drehort zu besichtigen.



Gibt es eine Beschreibung (Plan) für die Mondlandschaft über die Lage der Drehorte?
Ich habe mittlerweile alle Stellen gefunden. Allerdings führen keine Wege zu den einzelnen Drehorten. Deshalb ist es schwierig, die Lage genau zu beschreiben.



In Google-Maps ist in Solin im Zementwerk noch ein See vorhanden. Bin ich im falschen Zementwerk, ist dies ein anderer See oder gibt es den „Blauen See“ doch noch?
In Google-Maps ist das Satellitenfoto bereits einige Jahre alt und zeigt noch den „Blauen See“. Dieser ist seit ein paar Jahren aber definitiv zugeschüttet.



Im Buch „Der Weg zum Silbersee“ wird die Lage der Kulisse „Tulsa“ auf einer Wiese links des Weges am Strand Richtung Turmruine beschrieben. Ich habe gehört, dass dies nicht stimmt, sondern dass sie rechts des Weges beim Hotel Alan oder jenseits der Straße gestanden haben soll. Welches ist der richtige Standort?
In der Tat beschreibt Michael Petzel den Standort in Richtung Turmruine. Dort ist auch heute noch am Rande der Wiese eine Buschreihe bzw. Hecke vorhanden, wie sie auch im Film erkennbar ist. Der andere Standort Richtung Hotel Alan (etwa dort, wo heute die Tennisplätze sind) ist ebenfalls falsch. Die richtige Lage begründet sich auf einen Filmausschnitt. Als Fred den Weg zum Meer hinunter reitet, kurz bevor er auf Old Shatterhand trifft und die Tasche seines Vaters sieht, sind links im Hintergrund Häuser zu sehen. Davor verläuft am Boden ein graues Band. Da dieser Teil Starigrads zur Zeit der Dreharbeiten nicht bebaut gewesen sein soll, müssten das die Kulissengebäude von Tulsa gewesen sein. Das graue Band dürfte die Straße sein. Demnach stand die Kulisse jenseits der Straße Richtung Schlucht in einem heute bebauten Wohnviertel. Neben der Pension "Kata" befindet sich zudem heute noch eine kleine Mauer, wie sie auf den Filmausschnitten bei der Ankunft der Postkutsche zu sehen ist.





Kann man irgendwie in den Korana-Canyon gelangen?
Nein, im Frühjahr 2012 wurden die Stege dorthin zwar erneuert und man konnte wieder bis zur Höhle gelangen. Allerdings ist dieser Teil des Parks bei einem Hochwasser überflutet und nach einem Erdrutsch wieder gesperrt worden. Die Höhle lässt sich auf einem Wanderweg von oben ab dem Drehort Wächter am Bärenfluss erreichen. Von dort kann man dann aber auch nicht weiter zum Donnerfall und in den Korana-Canyon gelangen.



Ich war im Mai im Nationalpark Plitvicer Seen. Ich habe zu Fuß die Drehorte „Nachtlager“ und „Schlussszene Silbersee“ nicht erreicht. Kann man diese mit dem Auto anfahren?
Ja, beide Drehorte sind mit dem Auto über die Straße, die oberhalb der Fälle entlangführt zu erreichen. Dazu muß man vom Eingang 1 ca. 3 km weiter Richtung Norden und dann auf der hinteren Seite des Korana-Canyons wieder zurück nach Plitvica Selo fahren.



Wenn ich deine Drehortfotos von heute mit den Filmszenen vergleiche, fällt auf, dass alles viel viel grüner geworden ist. Bis in die 60-iger Jahre war alles karg und steinig und jetzt wachsen überall Büsche und Bäume. Woran liegt das?
Dafür gibt es mehrere Erklärungen.
Erstens wurden einige Drehorte speziell gerodet bzw. abgeholzt. Zecevo (Roswell), Skradinski bug (Apatschenlager) sind nur zwei Beispiele. An so behandelten Drehorten ist die Natur einfach wieder nachgewachsen.
Ein zweiter Grund ist die globale Klimaerwärmung. Dadurch regnet es mehr und das fördert nun mal das Pflanzenwachstum. Zudem ist der Wasserspiegel gestiegen, damit wohl auch der Grundwasserspiegel. Somit finden Wurzeln im Boden besser Nahrung.
Einige Drehorte sind gezielt aufgeforstet worden. Zur Zeit passiert das gerade auf dem Hügel zwischen Modric und Rovanjska, auf dem die Sonnenuntergangsszenen in Winnetou I und III gedreht wurden. Erst nach den Dreharbeiten wurden Gebiete zum Natur- oder Nationalpark erklärt, in denen die Vegetation geschützt wird.

Weitere Gründe können sein, dass moderne Heizungen auch in Kroatien immer mehr den Holzkamin verdrängen. Dadurch wird weniger Brennholz geschlagen. Evtl. sind auch die umherziehenden Schaf- und Ziegenherden weniger geworden, so dass heute nicht mehr soviel abgefressen wird.



Von einigen Szenen, die nachts spielen (z.B. Befreiung Winnetous vom Marterpfahl der Kiowas in Winnetou 1 oder das Nachtlager im Schatz im Silbersee), gibt es trotzdem Fotos, die am Tage gemacht wurden. Sind die Szenen tagsüber gedreht und farblich verändert worden oder sind das Fotos von Proben, weil die Szenen doch nachts gedreht wurden?
Die Szenen sind mit der Technik "day for night" am Tage gedreht worden. Bei dem damaligen Filmmaterial handelte es sich um Kunstlichtmaterial. Für Aufnahmen bei Tageslicht mussten deshalb (Orange-)filter verwendet werden. Ließ man diesen Filter einfach weg, wurden die Aufnahmen blaustichig. Da die Farbe der Nacht blauschwarz ist, brauchte man jetzt nur noch etwas unterzubelichten und fertig war eine Nachtszene. Man erkennt diese Technik daran, dass der Nachthimmel nicht stimmt (vor dem dunklen Himmel sind die Wolken deutlich sichtbar) und die durch das Sonnenlicht hervorgerufenen Schatten ließen sich oft nicht kaschieren.



Ich konnte bisher nie auf das Gelände der Butler Farm. Die Soldaten haben ein Herumlaufen und Fotografieren untersagt. Auf deiner Homepage sind jetzt detaillierte Fotos. Wie kommt man dazu?
Es stimmt. Das Herumlaufen und Fotografieren ist verboten. Auch mir wurde es beim ersten Besuch untersagt. Ein Winnetoufan musste sich für einen Bericht eine offizielle Erlaubnis bei der kroatischen Milutärverwaltung einholen und konnte unter Aufsicht dort recherchieren. Völlig überraschend hatten die beiden Soldaten bei unserem Besuch 2012 nichts einzuwenden. Evtl. ist Sonntag ein günstiger Termin weil nur die Wache dort ist und keine Vorgesetzten. Aber das ist nur eine Vermutung.



Ich dachte bisher, dass die Otoska jama nicht zu besichtigen ist. Auf deiner Homepage sind jetzt Fotos aus der Höhle. Wie kommt man dort hinein?
Bisher war es schwierig, bzw. unmöglich die Höhle zu besichtigen, da dort medizinische Messungen für das Gesundheitswesen vorgenommen wurden. Seit 2012 sind die Meßgeräte abgebaut und man kann mit einem Führer die Höhle besichtigen (Dauer ca. 40 Minuten). Ein Termin ist über die Höhlenverwaltung in Postojna idealerweise einige Tage vorher zu vereinbaren.

 

 

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